Weihnachten

Der Stern beherrscht das Fenster. Lebendig, aber unverrückbar ist er hingesetzt. Das Glas ringsum ist zersplittert von der Kraft des Sternes. Wo er ist, kommt Farbe in das Zerbrochene. Die zwei übereinander gelegten Dreiecke heißen Davidsstern. Der äußere Friede des Davidsreiches wird durch diesen Stern zum inneren Frieden des Christusreiches geformt. Innerer Friede ist waffenlos, so konnten im Dritten Reich Millionen mit dem Davidsstern gekennzeichnete Juden getötet werden. Aber was der Stern bringt, ist unzerstörbar, überlebt den Tod.

Im unteren Teil des Fensters finden die Augen in zarter Farbe eine Blüte. Der Deutlichkeit des Sternes die zurückhaltende Darstellung der Rose gegenüber. Was oben im Stern so klar ist, setzt sich unten durch in Verhaltenheit und Unscheinbarkeit. Aus der, die sich als Magd des Herrn bezeichnet, erblüht die Rose.

Das geöffnete Tor im unteren Rahmen macht den Wechsel vom unendlichen in den endlichen Raum bei der Menschwerdung Christi deutlich.

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